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Tauchgebiete
Sharm Region
Ras Mohammed
 

Die schmale Halbinsel Ras Mohammed bildet die südlichste Spitze des Sinai und besteht zum grössten Teil aus fossilem Korallengestein.
Es gibt etwa 1000 Arten von Fischen und 150 Arten von Korallen in den Gewässern hier, und deshalb wurde das ganze Gebiet über und unter Wasser 1983 zum National Park erklärt. Dessen Grenzen wurden 1989 noch ausgeweitet und umfassen heute alle Tauchgebiete rund um Sharm el Sheikh.
Dank der besonderen Lage - mitten im Roten Meer und umgeben vom Golf von Suez und dem von Aqaba - sind die Tauchplätze rund um die Landspitze etwas ganz besonderes. Die beiden Riffe Shark und Yolanda Reef, die ganz nah beieinander direkt vor dem Festland aus über 800 m Tiefe emporragen, gehören zu den berühmtesten Tauchgebieten der ganzen Welt.

Ras Za’atar

Ras Za'atar ist ein Felsvorsprung mit Wänden, die fast senkrecht ins Meer stürzen. Sie können ihren Tauchgang in 25 - 30m Tiefe beginnen, um grosse Gorgonien und Schwarze Korallen zu bewundern. Es lohnt sich dann auf ca. 15m aufzutauchen, wo die Wand mit rosa und roten Alcyonaria bewachsen ist, und es gibt zwei beeindruckende Spalten in der Wand, wie riesige Kamine, wo sie Rotfeuer- und Glasfische finden können. Auf dem Sattel kurz vor der Landspitze ist oft ein grosser Napoleon, während im Blauen meist Schwarmfisch vorbeizieht. Der Tauchgang führt um die Spitze herum und endet in der Bucht von Marsa Bareika.

Jackfish Alley

Der Tauchplatz Jackfish Alley, die "Makrelenallee", beginnt an der Steilwand etwas zur Rechten des namengebenden Plateaus. An der Steilwand gibt es in 5m Tiefe eine Höhle mit zwei Ausgängen, und eine weitere Höhle findet sich grad zu Beginn des Plateaus. Beide lohnen einen Abstecher wegen der fantastischen Lichteffekte darin.
Das Plateau senkt sich zwischen dem Saumriff und einem parallel verlaufenden, auf ca. 15 m aufsteigendem Sattelriff zu einer regelrechten Allee mit sandigem Boden, entlang derer getaucht wird. Ausser den hier sehr häufigen Makrelenschwärmen (Makrele = Jackfish), ist die Alley auch bei Thunfischen, Barrakudas und Weisspitzenriffhaien beliebt, vor allem während der Sommermonate.

Eel Garden

Der "Aalgarten" ist eine grosse, steil und tief abfallende Sandfläche, die sich von 10m Tiefe an entlang der Saumriffwand zieht, dicht besiedelt mit Sandaalen. Diese Aale sind scheue Kreaturen, die normalerweise mit 2/3 ihres Körpers aus ihren zylindrischen Löchern im Sandboden ragen und leicht schwankend nach Futter im vorbeiströmenden Wasser suchen. Sobald Sie sich nähern, verschwinden sie schnell in ihren Löchern. Der Eel Garden liegt gut geschützt, was ihn auch zu einem beliebten Platz für Schnorchler macht.

Shark Observatory

Das Hai-Observatorium hat seinen Namen von dem grossen Brocken Korallengestein, der hier aus dem Meer ragt und einen idealen Aussichtspunkt bildet. Dies ist ein grossartiger Steilwandtauchgang, mit vielen Felsüberhängen und dicht bewachsen mit Alcoyonaria und teils sehr grossen Gorgonien. Man sollte hier mit einem Auge an der reich bewachsenen Wand, und mit einem ins Blaue gerichtet tauchen - Makrelenschwärme und Grossfisch passieren diese Stelle oft, selbst Walhaie werden hier immer wieder mal gesichtet.

Shark and Yolanda Reefs

Diese Namen bezeichnen die beliebtesten Riffe innerhalb des Nationalparks. Shark und Yolanda Reef ragen nah aneinander und direkt vor der südlichsten Spitze des Sinais aus grosser Tiefe empor, Anemone City ist ein Teil des Saumriffs direkt an dieser Spitze. Sie können hier mehrere verschiedene Tauchgänge machen oder auch alle drei - Anemone City, Shark und Yolanda Reef - auf einmal betauchen. Anemone City, direkt am Saumriff gelegen, ist tatsachlich eine richtige kleine Anemonenstadt, dicht besiedelt mit grossen und reichbevölkerten Anemonen. Die spektakuläre Steilwand des Shark Reefs besticht vor allem durch die riesigen Fischschwärme, die, vor allem im Sommer, oft direkt davor stehen. Die dichten Schwärme von Barrakudas, Makrelen, Fledermausfischen und Schnappern ziehen im Sommer auch viele grosse Haie an, und bieten oft ein einmaliges Spektakel. Das Yolanda Reef ist nach dem zypriotischen Schiff benannt, das hier 1980 mit einer Ladung von sanitärem Porzellan versank - Wannen, Toilettenschüsseln, etc.. Neulinge in diesem Gebiet finden es in der Regel amüsant zu sehen, wie sich die Badezimmereinrichtungen auf dem Meeresboden machen. Blaupunktrochen, grosse und kleine Muränen und viele andere Rifffische finden in den sanitären Artefakten ideale Verstecke und lassen sich, genau wie die Schildkröten hier, ungerührt fotografieren.

 
 
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